In der Geschichte reist die Grüne Meeresschildkröte um die ganze Welt und trifft dabei auf verschiedenste Unterwasserbewohner: Fische, Haie, Korallen, Muscheln und viele weitere… Diese Tiere existieren bereits seit über 400 Millionen Jahren in unseren Ozeanen, sind aber zunenehmend bedroht durch menschlichen Einfluss. Ein gutes Beispiel dafür ist die Grüne Meeresschildkröte (Chelonia mydas) selbst, die vor knapp 150 Jahren fast ausgestorben war. Grund dafür war ihre Nutzung als “Suppenschildkröte”, da die Tiere einfach zu fangen waren und sich nur schwerfällig und langsam an Land bzw. auf Schiffen bewegen konnten.
Vermutlich stammen Skelette in zoologischen Sammlungen und Museen auch aus solchen Quellen. Genutzt werden sie jetzt zur Aufklärung und Vermittlung von Artenschutz. Glücklicherweise ist die Grüne Meeresschildkröte aktuell nicht mehr vom Aussterben bedroht, doch die rasant forschreitende Klimaerwärmung wird sich stark auf weltweite Populationen auswirken, denn die Umgebungstemperaturen bedingen die Geschlechter der Schlüpflinge.
Das Goldfuß-Museum zeigte aber auch eine Vielzahl anderer Tiere, unter anderem fossile und rezente Haie, Fische, Mollusken und Korallen. Ein weiterer Hingucker war das Messelkrokodil – eindeutig kein Meeresbewohner, sondern ein Süßwasserreptil, das vor 47 Millionen Jahren in der Nähe von Darmstadt lebte.